Nebenberuflich als Virtueller Assistent starten I: So machst du dich neben deinem Job selbstständig

Bild von Susanne Plank auf Pixabay

Der Sprung in die Selbstständigkeit als Virtuelle Assistenz kann ganz klein sein: mit einer nebenberuflichen Tätigkeit. Dabei behältst du deinen Job als Angestellter und beginnst nebenher, als Virtueller Assistent zu arbeiten.

Virtuelle Assistenten arbeiten selbstständig, dank moderner Kommunikationsmittel räumlich unabhängig und in der Regel für mehrere Kunden gleichzeitig. Je nach Bedarf werden sie von Unternehmen oder Privatpersonen flexibel für wiederkehrende oder unterschiedliche Aufgaben beauftragt. Die Themenfelder, in welchen Virtuelle Assistenten ihre Kunden unterstützen können sind vielfältig. Typische Aufgaben sind z.B. Recherche und Erstellen von Texten aller Art, Betreuung von Social Media Kanälen, Terminkoordination und Reiseplanung, Unterstützung bei der Buchhaltung, Formatierung von Excel-Tabellen und Präsentationen, Datenpflege und Verwaltung von E-mails.

In dieser dreiteiligen Artikelserie erhältst du Tipps und Hinweise, wie der Start als Virtueller Assistent über eine nebenberufliche Selbstständigkeit gelingen kann. Im ersten Teil erfährst du, was nebenberuflich selbstständig überhaupt bedeutet und welche Dinge generell zu beachten sind. Im zweiten Teil folgen die konkreten Schritte in die nebenberufliche Selbständigkeit und Informationen zu Rechtsformen, Sozialversicherung sowie steuerlichen Aspekten. Ebenso bekommst du einen Überblick über die Vor- und Nachteile, wenn Du neben Deinem festen Job als Virtuelle Assistenz arbeitest. Im dritten Teil erhältst du praktische Tipps zu Organisation & Kommunikation, die dir dabei helfen, deine nebenberufliche Selbständigkeit erfolgreich zu gestalten.

Nebenberuflich als VA

Du würdest dich gerne als Virtueller Assistent selbstständig machen, hast aber noch ein paar Bedenken vor dem großen Schritt? Das ist ganz normal, denn als Selbstständiger warten ganz neue Herausforderungen auf dich.

Damit du nicht zu denen gehörst, die immer nur von der Arbeit als Virtueller Assistent träumen, beginn doch einfach mit einer nebenberuflichen Selbstständigkeit als VA! Du behältst also einfach deinen aktuellen Job und beginnst nebenher damit, als Assistent zu arbeiten – quasi nach Feierabend. Die Selbstständigkeit als Virtuelle Assistenz erfordert im Gegensatz zu anderen Geschäftsmodellen keine großen Investitionen: du benötigst einen Laptop, Internetanschluss und einen Platz zum arbeiten (der auch zunächst der heimische Küchentisch sein kann). Dazu gibts es viele Aufträge, die du perfekt nach deiner regulären Arbeitszeit erledigen kannst oder an den Wochenenden.

Allerdings solltest du vor dem Start eine Reihe von Dingen beachten, zum Beispiel deine Pflichten gegenüber deinem Arbeitgeber und steuerliche und rechtliche Aspekte. Aber keine Sorge: Vor dir sind schon viele andere Virtuelle Assistenten nebenberuflich in die Selbstständigkeit gestartet. Und bei dir kann das auch klappen!

Was bedeutet nebenberuflich selbstständig überhaupt?

Wenn du zunächst deine Festanstellung behalten willst, während du deine ersten Schritte als Freelancer machst, dann bist du umgangssprachlich gesprochen nebenberuflich selbstständig.

Bezüglich bürokratischer und steuerrechtlicher Aspekte macht es in vielen Dingen keinen Unterschied, ob du neben deiner Selbstständigkeit noch einen Job hast. Du wirst also häufig wie ein Selbstständiger behandelt, zum Beispiel bei der Anmeldung eines Gewerbes.

Eine wichtige Ausnahme davon kann deine Krankenversicherung sein, die nach gewissen Kriterien festlegt, ob deine Selbstständigkeit nebenberuflich oder hauptberuflich ist. Zu diesen Kriterien kann zum Beispiel deine wöchentliche Arbeitszeit gehören. Eine übliche Grenze sind hier 18-20 Stunden pro Woche, die du für deine Selbstständigkeit aufwenden darfst, um trotzdem noch als nebenberuflich selbstständig zu gelten. Weiterhin spielt auch dein Einkommen aus deiner Selbstständigkeit im Vergleich zu deinem Einkommen als Angestellter eine Rolle. Dein Einkommen aus deinem Job sollte höher sein als das Einkommen aus deiner Selbstständigkeit.

Obwohl du einen Job hast, kannst du also durch deine Krankenkasse als hauptberuflich selbstständig eingestuft werden. In diesem Fall kannst du dich entweder freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern lassen oder aber du wechselst in die private Krankenversicherung.

Hier geht es weiter im zweiten Teil . Dort erfährst du, wie du eine Selbstständigkeit anmeldest, welche Rechtsform du für deine Tätigkeit als Virtuelle Assistenz wählen kannst und welche Steuern anfallen. Außerdem erklären wir, was hinsichtlich der Krankenversicherung bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit zu beachten ist.

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